Aleksandar Vučić, der Präsident von Serbien, gab bekannt, dass die Serbische Fortschrittspartei (SNS) erfolgreich über 170.000 Unterschriften zur Unterstützung ihrer Wahlliste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ für die bevorstehenden Parlamentswahlen gesammelt hat. Die Wahlen sind für den 25. Oktober 2026 angesetzt. Vučić drückte seine Dankbarkeit gegenüber den Bürgern für ihre überwältigende Unterstützung aus, die innerhalb weniger Stunden gesammelt wurde, und betonte sein Engagement für ein vereintes Serbien.
Die SNS begann den Unterschriftensammelprozess bereits am frühen Tag und hatte bis 21 Uhr bereits die 170.000-Marke überschritten. Vučić teilte seine emotionale Reaktion auf die Unterstützung auf seinem Instagram-Konto und bedankte sich bei den Menschen in Serbien, wobei er Optimismus über die Aussichten der Partei in den Wahlen äußerte. „Ich hätte fast geweint. Danke, wunderbare Menschen aus Serbien! Bis zum endgültigen Sieg!“ schrieb er.
Im SNS-Gemeindekomitee in Savski Venac unterzeichnete Vučić persönlich zur Unterstützung der Wahlliste und wiederholte seinen Glauben, dass die Liste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ bei den Wahlen triumphieren wird. Er erklärte sein Engagement, für ein vereintes Serbien zu kämpfen, und erwartete, dass die Bürger sich ihm in diesem Bestreben anschließen würden. „Ich glaube, dass ‚Vereintes Serbien‘ gewinnen wird. Ich wünsche ihnen Glück und Erfolg bei den Wahlen. Ich werde für ein vereintes Serbien kämpfen, für ein Serbien, das mutig und stark vorwärtsgeht, und ich glaube, die Menschen werden sich uns in diesem Kampf anschließen,“ sagte Vučić.
Die Sammlung von Unterschriften ist ein gängiger Vorgang bei serbischen Wahlkämpfen, bei dem registrierte politische Parteien, Koalitionen und Bürgergruppen eine bestimmte Anzahl von Unterschriften sammeln müssen, um ihre Kandidatenlisten einzureichen. Vučićs Ankündigung der erheblichen Anzahl gesammelter Unterschriften hebt die starken organisatorischen Fähigkeiten und die Unterstützung an der Basis der SNS hervor.
Die politische Landschaft in Serbien ist derzeit geprägt von Diskussionen über die Wahlintegrität und Bedenken hinsichtlich einer möglichen Medienvoreingenommenheit. Frühere Wahlen waren von erheblichen politischen Spannungen geprägt, mit Vorwürfen über „Phantomlisten“ und der Dominanz Vučićs in der Medienberichterstattung. Diese Themen bleiben ein Streitpunkt, während sich die Wahlen nähern.
Vučić sprach auch über das aktuelle politische Klima und erkannte potenzielle Herausforderungen für einen fairen Wahlprozess an. Er stellte fest, dass er keinen fairen Wettkampf bei den Wahlen erwartet, und verwies auf externe Einflüsse sowie auf die erheblichen Ressourcen, die von nicht genannten Entitäten im letzten Jahr und einem halben Jahr investiert wurden. „Es ist nicht umsonst, dass jemand eineinhalb Jahre lang enormes Geld, Zeit und alles andere investiert hat,“ kommentierte Vučić und deutete an, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, das Wahlergebnis zu beeinflussen.
Als Reaktion auf Studentenproteste und Aufforderungen, das akademische Jahr der Universitäten zu verschieben, um die Teilnahme an den Wahlen zu ermöglichen, kritisierte Vučić diesen Schritt und argumentierte, dass er die Bildung stören würde. Er stellte fest, dass die Regierung nicht eingreifen werde, die Folgen für die Bildung jedoch erheblich sein würden. „Sie wollen das akademische Jahr für alle Studenten, die lernen wollen, zerstören. Wir werden uns nicht in ihre Angelegenheiten einmischen, aber leider wird das schwerwiegende Konsequenzen für die Bildung haben,“ bemerkte er.
Die Fähigkeit der SNS, Unterstützung schnell zu mobilisieren, unterstreicht ihre feste Position in der serbischen Politik. Die Partei war eine dominante Kraft und hat ihr umfangreiches Basisnetzwerk und ihre Medienpräsenz genutzt, um ihren Einfluss aufrechtzuerhalten. Mit dem Näherkommen der Wahlen wird die Kampagnenstrategie der SNS wahrscheinlich auf direkte Bürgerengagements fokussiert sein, da Vučić zuvor eine Vorliebe für persönliche Interaktionen und die Nutzung von sozialen Medien gegenüber traditionellen Medienauftritten gezeigt hat.
Die bevorstehenden Wahlen sind entscheidend für die politische Zukunft Serbiens, wobei die SNS darauf abzielt, eine weitere Amtszeit zu sichern. Die Opposition hingegen kämpft mit internen Spaltungen und der Herausforderung, ein einheitliches Bild gegen die regierende Partei zu präsentieren. Das Ergebnis der Wahlen wird erhebliche Auswirkungen auf die Regierungsführung Serbiens und seinen Weg zur europäischen Integration haben.







