Im Jahr 2025 meldete der serbische Finanzsektor einen signifikanten Anstieg verdächtiger finanzieller Transaktionen, wobei der Gesamtwert solcher Transaktionen 2,5 Milliarden Euro überstieg. Dieser Anstieg verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Land. Laut der Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche verhinderte die rechtzeitige Meldung durch verpflichtete Stellen, dass 884 Millionen Euro illegaler Gelder in legale Kanäle gelangten. Das Gesetz, das diese Themen regelt und seit seiner Verabschiedung im Jahr 2017 mehrfach geändert wurde, sieht strenge Strafen für Verstöße vor.
Der rechtliche Rahmen in Serbien zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umfasst das Strafgesetzbuch und das Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Finanzierung von Terrorismus. Das Strafgesetzbuch verhängt schwere strafrechtliche Sanktionen für Straftaten im Zusammenhang mit Terrorismus und Geldwäsche, wobei die Strafen bei terrorismusbezogenen Verbrechen bis zu lebenslanger Haft reichen. Das Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Finanzierung von Terrorismus, das 2017 verabschiedet wurde, legt präventive und strafrechtliche Maßnahmen zur Erkennung und Verhinderung verdächtiger Geldströme fest. Es wurde mehrfach aktualisiert, um seine Wirksamkeit zu erhöhen.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2.572 Meldungen über verdächtige Aktivitäten eingereicht, wobei Banken die Hauptmelder waren und 1.579 dieser Meldungen ausmachten. An zweiter Stelle folgten Zahlungsinstitute mit 369 Meldungen, während öffentliche Notare 191 Meldungen einreichten. Auch andere Stellen wie autorisierte Wechselstuben und Veranstalter von Glücksspielen trugen zur Meldung bei. Auffällig ist, dass Gesellschaften, die freiwillige Pensionsfonds verwalten, keine Meldungen einreichten; im Gegensatz dazu legten Unternehmen zur Verwaltung von Investmentfonds 12 Berichte vor.
Der Anstieg der Meldungen verdächtiger Transaktionen wird auf die häufige Nutzung von Zahlungsinstituten für Transaktionen zurückgeführt, die die Herkunft der Gelder verschleiern können. Öffentliche Notare berichteten ebenfalls über eine signifikante Anzahl verdächtiger Aktivitäten im Zusammenhang mit der Beurkundung von Darlehensverträgen, was Bedenken hinsichtlich der Herkunft der beteiligten Gelder aufwirft. Die Behörde identifizierte verschiedene verdächtige Aktivitäten, darunter die missbräuchliche Nutzung persönlicher Konten für geschäftliche Zwecke, betrügerische Aktivitäten im Handel mit digitalen Vermögenswerten und verdächtige Transaktionen im Handel mit Gebrauchtwagen.
Das Gesetz sieht Geldstrafen für Wirtschaftsdelikte und Ordnungswidrigkeiten vor, wenn juristische Personen, Unternehmer und bevollmächtigte Personen die vorgeschriebenen Maßnahmen und Schritte unterlassen. Beispielsweise kann ein Unternehmer mit Geldstrafen von 150.000 bis 500.000 Dinar konfrontiert werden, wenn er es versäumt, Transaktionen anzuzeigen, die im Verdacht stehen, mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in Verbindung zu stehen. Auch Einzelpersonen können für ähnliche Verstöße mit Geldstrafen zwischen 50.000 und 150.000 Dinar belegt werden.
Der Anstieg der gemeldeten verdächtigen Transaktionen unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung des Gesetzes für Unternehmen, die in Serbien tätig sind. Finanzinstitute und andere verpflichtete Stellen müssen wachsam und proaktiv bei der Meldung verdächtiger Aktivitäten bleiben, um zu verhindern, dass illegale Gelder in das legale Finanzsystem gelangen. Die fortlaufenden Änderungen im rechtlichen Rahmen zielen darauf ab, die Fähigkeit des Landes zur effektiven Bekämpfung von Finanzkriminalität zu stärken. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und die tatsächlichen Ergebnisse verhängter Strafen bleiben jedoch Bereiche für eine weitere Bewertung.







