Deloitte wurde in Zusammenarbeit mit Dil Inženjering Konsalting mit einem Auftrag zur Bewertung der Vermögenswerte von Elektroprivreda Srbije (EPS), dem größten Versorgungsunternehmen Serbiens, beauftragt. Die Bewertung, die etwa 21 Millionen Dinar kosten wird, ist Teil einer routinemäßigen Empfehlung für regelmäßige Vermögensbewertungen alle drei bis fünf Jahre. Dies folgt auf EPS’s Übergang zu einer Aktiengesellschaft im Jahr 2023, ein Schritt, der von einigen als Hinweis auf eine mögliche Privatisierung interpretiert wurde.
Der Bewertungsprozess sah sich in der Vergangenheit mehreren Herausforderungen und Ablehnungen gegenüber. Der geschätzte Wert des Kapitals von EPS lag im Jahr 2023 bei etwa 3,1 Milliarden Euro. Zunächst wurde die Aufgabe der Bewertung von EPS von einem Konsortium unter der Leitung des Wirtschaftsinstituts übernommen. Der aktuelle Ausschreibungsprozess war jedoch von einer Reihe von Rückschlägen geprägt, darunter abgelehnte Angebote und Verfahrensfehler. Die kürzliche Vergabe an Deloitte erfolgt nach mehreren erfolglosen Versuchen, die Ausschreibung abzuschließen, wobei frühere Angebote aufgrund von Problemen wie unzureichender Schulung der Mitarbeiter und anderen Verfahrensmängeln abgelehnt wurden.
Die Entscheidung, den Auftrag an Deloitte zu vergeben, wurde am 24. August 2026 getroffen, mit der Begründung, dass die Entscheidung hauptsächlich auf den niedrigeren Kosten basierte, die Deloitte im Vergleich zum Wirtschaftsinstitut vorgeschlagen hatte. Diese Entwicklung wirft Fragen auf, ob die Bewertung lediglich ein routinemäßiges Verfahren oder ein Hinweis auf geplante Änderungen wie eine mögliche Privatisierung ist.
Der Ausschreibungsprozess war mit Schwierigkeiten behaftet. Bei einem vorherigen Versuch wurde die Ausschreibung mit einer Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen von EPS’s Aktivitäten in Serbien kombiniert, die mit 150 Millionen Dinar bewertet wurde, von denen nur 30 Millionen für die Bewertung des Unternehmens vorgesehen waren. Dies führte zu einer Beschwerde von Dil Inženjering Konsalting und Deloitte, die zunächst von EPS abgelehnt wurde. Die Republikskommission für den Schutz der Rechte im öffentlichen Beschaffungsverfahren gab die Beschwerde jedoch später statt und führte dazu, dass die Bedingungen für den Abschluss eines Rahmenvertrags nicht erfüllt waren.
Die Komplexität des Ausschreibungsprozesses verdeutlicht die Herausforderungen bei der Bewertung eines so bedeutenden nationalen Vermögenswerts. Die wiederholten Verfahrensfehler und Ablehnungen haben Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der aktuellen Bewertung aufgeworfen. Die Beweggründe hinter der Bewertung bleiben unklar, und es wird spekuliert, ob sie ein Vorbote für eine Privatisierung oder einfach eine Einhaltung internationaler Standards darstellt.
Im Jahr 2023 wurde EPS‘ Umwandlung in eine Aktiengesellschaft von einigen als Schritt in Richtung Privatisierung angesehen. Die laufenden Bewertungsbemühungen und die Herausforderungen im Ausschreibungsprozess haben die Spekulationen über die zukünftige Ausrichtung von EPS weiter angeheizt. Die Auswirkungen des Bewertungsprozesses sind signifikant für den Energiesektor Serbiens, der stark auf EPS für die Stromerzeugung und -verteilung angewiesen ist.
Das Ergebnis der Bewertung und alle nachfolgenden Entscheidungen hinsichtlich der Zukunft von EPS werden weitreichende Implikationen für die serbische Wirtschaft und ihren Energiesektor haben. Während sich der Prozess entfaltet, werden die Beteiligten die Entwicklungen genau beobachten, um die potenziellen Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur und die Marktdynamik des Landes zu verstehen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und ordnungsgemäßen Verfahren im Umgang mit nationalen Vermögenswerten, insbesondere in so kritischen Sektoren wie der Energieversorgung.






