Bericht zeigt Geschlechterunterschiede bei Verkehrstoten in Serbien

Aug. 26, 2026

Ein aktueller Bericht der serbischen Verkehrs-sicherheitsagentur hat erhebliche Geschlechterunterschiede in der Verkehrssicherheit aufgezeigt und festgestellt, dass Männer überwiegend für Verkehrsunfälle und -tote verantwortlich sind. Im Jahr 2024 machten Männer 90,3 % der tödlichen Verkehrsunfälle in Serbien aus, wobei 149 männliche Fahrer ums Leben kamen im Vergleich zu 16 weiblichen Fahrern. Dieses Muster erstreckt sich auch auf die breitere Kategorie aller Verkehrsteilnehmer, wo Männer 78 % der 514 in diesem Jahr registrierten Todesfälle ausmachten.

Der Bericht hebt hervor, dass Männer über einen Zeitraum von fünf Jahren für 84 % der Verkehrsunfälle verantwortlich waren, während Frauen nur 16 % ausmachten. Diese Diskrepanz zeigt sich noch deutlicher bei Unfällen mit tragischen Folgen, bei denen Männer an 93 % dieser Vorfälle beteiligt waren. Obwohl Frauen unter den Fahrern weniger vertreten sind, ist die Diskrepanz in der Schwere der Unfälle, die sie verursachen, deutlich größer als ihre Vertretung auf der Straße.

Die Daten beleuchten auch Unterschiede bei Verkehrswidrigkeiten nach Geschlecht. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 stellten Männer 84 % der registrierten Verkehrsverstöße, während Frauen 16 % ausmachten. Konkret waren Frauen nur für etwa 7 % derjenigen verantwortlich, die wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss bestraft wurden, und zwischen 1 % und 2 % für das Fahren unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen. Außerdem wurden sie seltener für unsachgemäßes Überholen und das Fahren technischer unsicherer Fahrzeuge bestraft.

Weltweit berichtet die Weltgesundheitsorganisation, dass Männer etwa dreimal häufiger bei Verkehrsunfällen sterben als Frauen, ein Trend, der in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten zu beobachten ist. In der EU machten Männer im Jahr 2024 etwa drei Viertel aller Verkehrstoten aus. Ähnlich war es in den USA, wo Männer in 48 % der tödlichen Unfälle involviert waren, selbst wenn man die größeren Strecken berücksichtigt, die Männer typischerweise zurücklegen.

Der Bericht legt nahe, dass Männer in der Regel schneller fahren und eher riskante Verhaltensweisen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen und Überholen an den Tag legen, was zu ihrem höheren Anteil an tödlichen Unfällen beiträgt. Im Gegensatz dazu fahren Frauen im Allgemeinen vorsichtiger, vermeiden das Fahren unter Alkoholeinfluss und sind weniger geneigt, zu schnell zu fahren oder riskante Überholmanöver durchzuführen.

Diese statistische Analyse stellt traditionelle Stereotypen über Fahrfähigkeiten in Frage, die häufig Männer als kompetentere Fahrer darstellen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass, wenn Sicherheit das Hauptkriterium für gutes Fahren ist, Frauen im Vorteil sein könnten. Die Implikationen dieser Statistiken könnten sich auf die öffentliche Sicherheitspolitik auswirken und Initiativen fördern, die darauf abzielen, riskantes Fahrverhalten insbesondere unter Männern zu reduzieren.

Die Abhängigkeit des Berichts von Daten aus dem Jahr 2024 könnte aktuelle Trends oder Veränderungen im Fahrverhalten nicht vollständig erfassen, und es gibt einen bemerkenswerten Mangel an umfassender Analyse der zugrunde liegenden Ursachen für diese Geschlechterunterschiede. Dennoch deutet das konsequente Muster der männlichen Dominanz bei Verkehrsunfällen und -toten auf den Bedarf an gezielten Interventionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Reduzierung der Todesfälle hin.

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