Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat die Eröffnung eines neuen 28 Kilometer langen Abschnitts des Dunavski-Korridors angekündigt, was einen bedeutenden Meilenstein in Serbiens laufenden Bemühungen um den Infra-strukturentwicklung darstellt. Diese Erweiterung ist Teil einer umfassenderen Initiative, die seit November 2021 den Abschluss von 213 Kilometern Autobahnen und Schnellstraßen gesehen hat. Der Dunavski-Korridor, der insgesamt 68 Kilometer lang ist, soll die Anbindung zwischen Belgrad und Golubac verbessern und die Reisezeit auf etwa 70-75 Minuten reduzieren.
Der neu eröffnete Abschnitt wurde in Anwesenheit mehrerer hochrangiger Beamter eingeweiht, darunter Siniša Mali, der erste Vizepremier und Finanzminister, Aleksandra Sofronijević, die Ministerin für Bau, Verkehr und Infrastruktur, Aleksandar Antić, der Direktor von Koridori Srbije, und Zoran Drobnjak, der Direktor von Putevi Srbije. Der Korridor beginnt an der Abfahrt Požarevac auf der Autobahn Belgrad-Niš und erstreckt sich durch Požarevac, Veliko Gradište und Golubac.
Präsident Vučić hob den raschen Fortschritt bei der Infrastrukturentwicklung hervor und erklärte, dass Koridori Srbije 187 Kilometer gebaut habe, während Putevi Srbije weitere 25 Kilometer abgeschlossen habe. Er merkte an: „Wenn man alles zusammenzählt, wären es 212 Kilometer, aber ich habe die Nachkommastellen aufgerundet. Wir haben in weniger als zwei Jahren 213 Kilometer eröffnet.“
Der Dunavski-Korridor ist Teil einer umfassenderen Infrastrukturstrategie, die auch den Moravski-Korridor und eine neue Brücke umfasst, die darauf abzielt, die regionale Anbindung zu verbessern. Drei Abschnitte des Moravski-Korridors, darunter Strecken von Kruševac über Trstenik und Vrnjačka Banja sowie ein Abschnitt in Richtung Kraljevo, wurden von Vučić als bedeutende Errungenschaften hervorgehoben. Zudem wurde eine 54 Kilometer lange Schnellstraße zwischen Loznica und Šabac fertiggestellt, die das Verkehrsnetz weiter ergänzt.
Die jüngsten Entwicklungen werden voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Reiseeffizienz in der Region haben. Der Bau des Dunavski-Korridors umfasst 62 Bauwerke, darunter sechs Anschlussstellen und 16 Kreisverkehre, von denen die meisten bereits fertiggestellt wurden. Der Korridor ist für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Kilometern pro Stunde konzipiert, was schnellere und effizientere Reisen ermöglicht.
Das Projekt, das mit etwa 524 Millionen Euro bewertet wird, wird von der serbischen Regierung und inländischen Bankkrediten finanziert. Der Bauvertrag wurde am 28. August 2021 mit der China Shandong International Economic and Technical Cooperation Group, Ltd. der Shandong Hi-Speed Group Co. als Auftragnehmer unterzeichnet.
Während die Infrastrukturentwicklungen darauf abzielen, die Verkehrsanbindungen zu verbessern und das Wirtschaftswachstum zu stimulieren, blieben sie nicht ohne Kritik. Einige Beobachter schlagen vor, dass der Zeitpunkt dieser Ankündigungen politisch motiviert sein könnte, angesichts der bevorstehenden Wahlen. Kritiker argumentieren, dass Infrastrukturprojekte oft genutzt werden, um politische Unterstützung zu gewinnen, was Fragen über das Gleichgewicht zwischen öffentlichem Interesse und politischem Gewinn aufwirft.
Trotz dieser Kritiken bleibt die serbische Regierung bestrebt, die Infrastruktur als zentrales Element ihrer Wirtschafts-strategie zu priorisieren. Die Verbesserungen sollen einen besseren Zugang zu abgelegenen Gebieten ermöglichen, Handelsrouten verbessern und potenziell ausländische Investitionen anziehen. Während das Land mit seiner Infrastrukturagenda fortschreitet, bleibt der Fokus auf dem Abschluss der verbleibenden Abschnitte des Dunavski-Korridors und anderen laufenden Projekten, um die Vorteile dieser Entwicklungen vollständig zu realisieren.







