Serbischer Landwirtschaftsminister kritisiert Proteste der Sonnenblumenbauern als politisch

Aug. 16, 2026

Agrarminister Dragan Glamočić hat die laufenden Proteste von Sonnenblumenbauern in Serbien kritisiert und sie als politisch motiviert bezeichnet. Die Bauern fordern einen Mindestpreis von 70 Dinar pro Kilogramm Sonnenblumen, während der aktuelle Marktpreis auf über 50 Dinar gestiegen ist. Glamočić äußerte sich dazu während eines Auftritts beim Radio-Television Serbia (RTS) und deutete an, dass eine Minderheit der Bauern die Situation zur politischen Promotion nutzt.

Glamočić räumte ein, dass der ursprüngliche Kaufpreis von 40 Dinar tatsächlich niedrig war, betonte jedoch, dass der Preis inzwischen gestiegen ist. Er erklärte, dass der endgültige Kaufpreis im September festgelegt wird, wobei geopolitische Ereignisse in der Ukraine und Russland erheblichen Einfluss haben. Der Minister verglich die Situation in Serbien mit dem benachbarten Ungarn, wo die Sonnenblumenpreise zwischen 57 und 58 Dinar liegen. Er stellte fest, dass höhere Preise in der Region mit Sonnenblumenvarianten verbunden sind, die erhöhte Ölsäurewerte aufweisen, die derzeit in Serbien nicht angebaut werden.

Trotz der Dürrebedingungen berichtete Glamočić, dass der Ertrag an Sonnenblumen in diesem Jahr besser ist als im Vorjahr. Er hob hervor, dass Serbien etwa 110.000 Tonnen Sonnenblumenöl für den inländischen Verbrauch benötigt, wobei zusätzlich 180.000 Tonnen für den Export und 200 Tonnen Sonnenblumenkuchen zur Verfügung stehen.

Die Proteste der Bauern spiegeln umfassendere wirtschaftliche Bedenken innerhalb des Agrarsektors in Serbien wider. Während Glamočić den Protesten politische Motive zuschreibt, unterstreichen die Forderungen der Bauern den wirtschaftlichen Druck, dem sie aufgrund schwankender Marktpreise und externer geopolitischer Faktoren ausgesetzt sind. Die Kommentare des Ministers deuten auf ein komplexes Zusammenspiel zwischen lokalen landwirtschaftlichen Wirtschaften und internationalen Marktdynamiken hin, insbesondere angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine, der bedeutende Auswirkungen auf die globalen Agrarmärkte hat.

Neben der Diskussion um den Sonnenblumenpreis äußerte sich Glamočić auch zum Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Serbien. Er berichtete, dass 36.632 Tiere aufgrund der Krankheit entweder gestorben oder euthanasiert wurden, die sich in sieben Bezirken, 13 Gemeinden und 62 Siedlungen lokalisiert hat. Während die jüngsten Fälle sporadisch waren, betonte Glamočić die Notwendigkeit, weiterhin Wachsamkeit gegenüber der Krankheit zu bewahren.

Die Situation hebt die Herausforderungen hervor, mit denen serbische Bauern konfrontiert sind, die sowohl mit inländischen wirtschaftlichen Druck als auch mit den Auswirkungen internationaler Ereignisse auf die Agrarmärkte umgehen müssen. Die Reaktion der Regierung, wie sie von Glamočić formuliert wurde, zeigt ein Bewusstsein für diese Herausforderungen, lässt jedoch auch eine gewisse Skepsis gegenüber den Motiven hinter den Protesten der Bauern erkennen. Da der endgültige Kaufpreis für Sonnenblumen im kommenden Monat festgelegt werden soll, wird das Ergebnis voraussichtlich bedeutende Auswirkungen sowohl für die Bauern als auch für den breiteren Agrarsektor in Serbien haben.

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