Die serbische Regierung investiert zwei Milliarden Euro in das Projekt Ekspo 2027, wobei Prognosen einen potenziellen Rückfluss von 3,82 Milliarden Euro durch Steuern vorschlagen, laut einer Studie der Beratungsfirma Luis Berger. Diese Analyse, die Teil einer umfassenderen Bewertung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen ist, legt nahe, dass der serbische Staat für jeden investierten Euro 1,91 Dinar zurückerhalten könnte. Die Studie erwartet, dass das Projekt nicht nur erhebliche Steuereinnahmen generieren, sondern auch private Investitionen in Höhe von etwa 1,83 Milliarden Euro anziehen wird. Dies könnte bis zum Jahr 2037 zu einem Gesamteffektivwert von 9,1 Milliarden Euro führen.
Die Prognosen basieren auf einem umfassenden Bewertungszeitraum, der von den Vorbereitungen für die Ekspo im Jahr 2023 bis hin zu einem Jahrzehnt nach dem Ende der Veranstaltung im August 2027 reicht. Dieser Zeitraum wird als Standard für die Bewertung der langfristigen Auswirkungen solcher großangelegten Projekte betrachtet. Die Studie schätzt, dass private Investitionen aufgeteilt werden, wobei etwa 500 Millionen Euro vor der Veranstaltung erwartet werden und die verbleibenden 1,3 Milliarden Euro nach ihrem Abschluss.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden durch verschiedene Kanäle verwirklicht. Direkte Effekte umfassen Investitionen in den Bau des Ekspo-Komplexes, Zahlungen an Auftragnehmer und Wartungskosten. Indirekte Effekte werden aus der Beschaffung von Baumaterialien und der Beauftragung von Dienstleistungsunternehmen für den Betrieb des Komplexes erwartet. Induzierte Effekte werden aus den Ausgaben der Gehälter von Arbeitern und dem Konsum von Touristen, die den Komplex und die umliegenden Gebiete besuchen, prognostiziert.
Die Studie legt dar, dass die Investitionen in den Ekspo-Komplex, einschließlich Ausstellungshallen und nationalen Pavillons, insgesamt 1,23 Milliarden Euro betragen werden. Weitere 775 Millionen Euro werden für unterstützende Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnen, Wasserversorgung und Energieeinrichtungen bereitgestellt. Dies schließt das Nationalstadion aus, das nicht formal Teil der Ekspo-Veranstaltung ist.
Die Prognosen deuten auch darauf hin, dass die größten wirtschaftlichen Vorteile im Jahrzehnt nach der Ekspo realisiert werden, mit einem geschätzten Mehrwert von 5,43 Milliarden Euro. Der Zeitraum vor der Veranstaltung wird voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro beitragen, während die Veranstaltung selbst mit 1,13 Milliarden Euro zu Buche schlagen dürfte. Die Steuereinnahmen werden ebenfalls im Nachhinein zur höchsten Punktzahl aufblühen, mit 2,33 Milliarden Euro, die zwischen 2028 und 2037 erwartet werden.
Trotz dieser optimistischen Prognosen sind die Ergebnisse der Studie spekulativ und basieren auf Annahmen, die möglicherweise nicht eintreffen. Der Mangel an unabhängiger Überprüfung der Schlussfolgerungen der Studie könnte zu Skepsis hinsichtlich der prognostizierten wirtschaftlichen Vorteile führen. Experten und lokale Wirtschaftsanalyse könnten die Machbarkeit in Frage stellen, solche Renditen zu erzielen, angesichts der inhärenten Unsicherheiten bei großangelegten Projekten.
Das Projekt Ekspo 2027 wurde bereits in Bezug auf sein Potenzial diskutiert, Serbiens internationales Profil zu stärken und den Tourismus anzukurbeln. Die Einbeziehung chinesischer Arbeiter und Investitionen wurde in früheren Berichten hervorgehoben, was die Bedeutung des Projekts in Serbiens wirtschaftlichem und diplomatischem Umfeld betont.
Während sich Serbien auf die Ekspo 2027 vorbereitet, müssen die Regierung und die Beteiligten den Fortschritt des Projekts und die wirtschaftlichen Ergebnisse sorgfältig überwachen. Die Verwirklichung der prognostizierten Vorteile wird von einem effektiven Management und der Umsetzung sowie vom breiteren wirtschaftlichen Umfeld in den kommenden Jahren abhängen.





