Serbische Touristen in Griechenland wegen Betrugs von ‚Barcino Travel‘ gestrandet

Serbische Touristen berichten zunehmend von Betrugsfällen durch das Reisebüro ‚Barcino Travel‘, das keine Unterkünfte in Griechenland sichern konnte, wodurch viele Reisende gestrandet sind. Das Büro wird beschuldigt, keine Hotelreservierungen bezahlt zu haben, obwohl es Zahlungen von Kunden erhalten hat. Dies führte dazu, dass Touristen an ihren Zielen ankommen, nur um festzustellen, dass ihre Unterkünfte nicht bezahlt wurden, was sie zwingt, entweder erneut zu zahlen oder alternative Unterkünfte zu finden.

Ein bemerkenswerter Fall betrifft eine Familie aus Čačak, die, obwohl sie für ein luxuriöses Hotel im Simantro Resort auf der Halbinsel Chalkidiki bezahlt hatte, auf der Straße mit ihrem fünf Monate alten Baby landete. Die Familie kontaktierte die griechische Agentur, die mit ‚Barcino‘ zusammenarbeitet und die Zahlung an das Hotel weiterleiten sollte. Allerdings wurde ihnen mitgeteilt, dass ‚Barcino‘ die Gelder nicht überwiesen hatte, obwohl die Agentur versprach, dies bis zum Ende der Woche zu tun. Die Familie musste eine Anzahlung von 400 Euro pro Familie leisten, um vorübergehende Unterkünfte zu sichern, während sie auf die Zahlung warteten.

Eine andere Reisgruppe, angeführt von der Beograđanka Gordana Pavlović, erlebte ein ähnliches Drama in Leptokarya. Bei ihrer Ankunft wurde ihnen der Zugang zu ihrer reservierten Villa verweigert, weil ‚Barcino‘ die Zahlung nicht beglichen hatte. Die Gruppe, bestehend aus etwa zwanzig Personen, musste erneut für ihre Unterkünfte zahlen, um nicht ohne Obdach dazustehen. Pavlović äußerte ihren Unmut und erklärte, dass der Stress der Situation ihren Urlaub ruiniert habe. Sie erwähnte auch, dass sie ‚Barcino‘ verklagen wolle, wenn die versprochene Zahlung nicht geleistet werde, da der Wohnungseigentümer sich geweigert habe, eine Quittung für ihre zusätzliche Zahlung auszustellen.

Versuche, ‚Barcino Travel‘ zu kontaktieren, waren erfolglos. Journalisten von „Blic“ versuchten, die Agentur telefonisch und durch Besuche in ihren Büros in Belgrad und Niš zu erreichen, fanden jedoch entweder geschlossene Türen oder Mitarbeiter, die keinen Kommentar abgeben wollten. Das Problem ist nicht isoliert, da soziale Medien von ähnlichen Beschwerden anderer Reisender über Unterbringungsprobleme in Griechenland durch ‚Barcino‘ überflutet werden.

Die Situation wird zusätzlich dadurch kompliziert, dass ‚Barcino Tours‘ im Mai 2025 Insolvenz anmeldete, wodurch viele Reisende ohne Rückerstattungen oder Urlaube zurückblieben. Der Eigentümer gründete anschließend eine neue Firma, ‚Barcino Travel‘, und behielt dasselbe Branding und die gleiche Website bei, was zu Verwirrung und weiterhin Vertrauen in die Agentur trotz ihrer finanziellen Probleme führte.

Die zunehmende Beschwerdeanzahl wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes und der Verantwortlichkeit in der serbischen Tourismusbranche auf. Betroffene Touristen müssen mit den finanziellen und emotionalen Folgen dieser gescheiterten Reisevereinbarungen umgehen, wobei einige rechtliche Schritte gegen die Agentur in Erwägung ziehen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung von Aufsichtsbehörden und die Notwendigkeit für Reisende, beim Buchen über Reisebüros Vorsicht walten zu lassen.

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