Serbien und Ungarn eröffnen gemeinsames Konsulat in Thessaloniki

Jan. 26, 2026

Serbien und Ungarn haben ein gemeinsames Konsulat in Thessaloniki, Griechenland, eröffnet, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Der serbische Außenminister Marko Đurić und der ungarische Außenminister Péter Szijjártó nahmen an der Zeremonie teil und hoben ihre wachsende Partnerschaft und die regionalen Integrationsbemühungen hervor.

Dieser Schritt steht im Einklang mit der Vision des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán für eine engere Zusammenarbeit. Minister Đurić betonte die Bedeutung von Partnerschaften zur Bewältigung globaler Herausforderungen und bezeichnete das Büro als Symbol für wachsendes Vertrauen und Einheit.

Minister Szijjártó unterstrich die strategische Rolle Thessalonikis als kulturelles und Handelszentrum. Er kündigte Pläne für eine Hochgeschwindigkeitsbahn an, die Budapest und Belgrad verbinden soll, um die regionale Anbindung und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern.

Neben der Diplomatie laufen die Gespräche, dass das ungarische Unternehmen MOL den russischen Anteil an der Naftna Industrija Srbije (NIS) erwerben soll. Szijjártó äußerte Optimismus über die Vorteile für beide Länder, einschließlich einer verbesserten Ölmarktverwaltung in Mitteleuropa.

Das Büro in Thessaloniki ist die fünfte gemeinsame diplomatische Initiative von Ungarn und Serbien, nach ähnlichen Projekten in Chile, Kongo, Sambia und Malta. Dies spiegelt ihr Engagement wider, die Beziehungen zu stärken und greifbare Vorteile für die Bürger zu bieten.

In dem heutigen geopolitischen Klima dient diese Partnerschaft als Modell für regionale Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Respekt basiert. Das Konsulat wird kulturelle und wirtschaftliche Austauschaktivitäten zwischen den Nationen erleichtern.

Das Büro hat auch strategische Bedeutung für Ungarn, aufgrund der großen Anzahl ungarischer Touristen, die jährlich Griechenland besuchen. Es zielt darauf ab, diesen Reisenden wesentliche Dienstleistungen anzubieten.

Geteilt wirtschaftliche Interessen stärken zudem die Zusammenarbeit zwischen Serbien und Ungarn. Das Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt unterstreicht ihr Engagement für regionale Stabilität und die Integration in das Verkehrsnetz der EU, was verbesserten Handel und Mobilität verspricht.

Insgesamt stellt die Eröffnung dieses gemeinsamen Konsulats einen konkreten Fortschritt in den bilateralen Beziehungen dar.