Die Rentner Serbiens, die eine österreichische Rente beziehen, müssen bis Ende Mai ein „Lebensnachweis“-Zertifikat einreichen, um sicherzustellen, dass ihre Zahlungen fortgesetzt werden. Diese Anforderung, die vom Pensions- und Invaliditätsversicherungsfonds Serbiens (PIO) bekannt gegeben wurde, verpflichtet die in Serbien lebenden Rentner, das Zertifikat mit notarieller Unterschrift bis Ende Mai beim Österreichischen Pensionsversicherungsinstitut vorzulegen. Der Prozess ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Streamlining der Rentenüberprüfung und Zahlungsabläufe zwischen Österreich und Serbien.
Das „Lebensnachweis“-Zertifikat ist ein entscheidendes Dokument, das den Status des Rentners und die Berechtigung zur Fortsetzung der Rentenzahlungen verifiziert. Der PIO-Fonds hat Vorkehrungen getroffen, damit das Zertifikat kostenlos in seiner Zentrale und in allen Niederlassungen notariell beglaubigt werden kann. Die Rentner müssen persönlich mit einem Ausweis zur Beurkundung erscheinen. Für jene, die aus gesundheitlichen Gründen bewegungseingeschränkt sind, gibt es jedoch ein alternatives Verfahren. Diese Personen können ein ärztliches Attest von ihrem behandelnden Arzt erhalten, das ihre Unfähigkeit zur persönlichen Vorsprache im PIO-Büro bestätigt. Dieses Zertifikat kann zusammen mit dem Ausweis des Rentners durch einen Vertreter eingereicht werden, um die Ausstellung des „Lebensnachweis“-Zertifikats zu erleichtern.
Diese Anforderung ist Teil eines bilateralen Abkommens zwischen Österreich und Serbien, das am 22. Oktober 2024 unterzeichnet wurde, um den sicheren elektronischen Austausch von Daten zur Pensionsversicherung zu verbessern. Ziel des Abkommens ist es, den Prozess der Erlangung und Auszahlung von Rentenansprüchen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Während die technische und praktische Umsetzung dieses elektronischen Datenaustauschs in Arbeit ist, müssen die in Serbien lebenden österreichischen Rentner weiterhin das offizielle „Lebensnachweis“-Dokument bis 2026 einreichen. Ab 2027 wird der Datenaustausch vollständig elektronisch erfolgen, wodurch Rentner nicht mehr verpflichtet sind, das Zertifikat persönlich vorzulegen.
Derzeit leben laut Daten des PIO-Fonds etwa 25.000 österreichische Rentner in Serbien. Diese Bevölkerungsgruppe ist direkt von der Anforderung betroffen, was die Wichtigkeit der Einhaltung der Frist zur Vermeidung von Unterbrechungen bei den Rentenzahlungen verdeutlicht. Der Übergang zu einem elektronischen System soll die administrative Belastung für die Rentner verringern und die Effizienz der Rentenauszahlungen verbessern.
Die Implementierung dieses Systems hebt auch die laufenden Bemühungen hervor, die bürokratischen Prozesse zwischen den Ländern zu modernisieren und zu digitalisieren, was einen breiteren Trend hin zu digitaler Governance widerspiegelt. Der Wechsel zum elektronischen Datenaustausch wird voraussichtlich die Transparenz erhöhen und das Potenzial für Fehler oder Betrug bei Rentenauszahlungen verringern.
Obwohl der Schritt in Richtung Digitalisierung allgemein begrüßt wird, wirft er auch Bedenken hinsichtlich der Zugänglichkeit für ältere Menschen auf, die möglicherweise nicht mit digitalen Plattformen vertraut sind oder keinen Zugang dazu haben. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass alle Rentner mit diesen Veränderungen umgehen können. Der PIO-Fonds und die zuständigen Behörden sollten möglicherweise zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen, wie Informationskampagnen oder Hilfsdienste, in Betracht ziehen, um den Rentnern den reibungslosen Übergang zum neuen System zu erleichtern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anforderung für in Serbien lebende Rentner, die österreichische Renten beziehen, ein „Lebensnachweis“-Zertifikat einzureichen, ein vorübergehender, aber wesentlicher Schritt in einem größeren Prozess ist, der darauf abzielt, die Rentenverwaltung zwischen Österreich und Serbien zu modernisieren. Der Wechsel



