Sep. 19, 2026

Dodik setzt sich für engere Beziehungen zwischen Serbien und Israel ein

Milorad Dodik, der Präsident der Allianz der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD), hat die historischen Bande zwischen dem serbischen und dem jüdischen Volk betont und für engere Beziehungen zu Israel plädiert. In einer aktuellen Kolumne für das Medien-System der Republik Srpska hob Dodik die gemeinsamen historischen Erfahrungen der beiden Gemeinschaften hervor und verwies insbesondere auf die Gräueltaten in Jasenovac und Auschwitz. Er argumentierte, dass das Überleben einer Nation von ihrer Bereitschaft abhängt, sich zu verteidigen, und bezeichnete Israel als Modell für die Republik Srpska im Hinblick auf Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung.

Dodik betonte, dass die Beziehung zwischen den serbischen und jüdischen Völkern in einer gemeinsamen historischen Erinnerung an das Leiden verwurzelt ist, anstatt das Ergebnis diplomatischer Verhandlungen zu sein. Er sagte: „Jasenovac und Auschwitz sind nicht nur geografisch entfernt – sie sind Teil des gleichen dunklen Buches und des gleichen Gelübdes: niemals zu vergessen und niemals zu wiederholen.“ Zudem merkte er an, dass die Solidarität zwischen den beiden Völkern in der historischen Erinnerung und dem Opfergeist verankert ist, was ihre Freundschaft echt und tief verwurzelt macht.

Der Präsident der Republik Srpska wies auch auf den kürzlichen Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Banja Luka als ein signifikantes Ereignis hin, das die Bedeutung der Beziehung zwischen den beiden Regionen bekräftigt. Dodik äußerte Bewunderung für Israels Fähigkeit, einen widerstandsfähigen Staat aufzubauen, der in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen und wirtschaftliche Innovationen zu fördern, und zog Lehren für die Republik Srpska aus den Erfahrungen Israels.

Dodiks Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Meinungen innerhalb von Bosnien und Herzegowina hinsichtlich der Beziehungen zu Israel. Er kritisierte die politische Haltung Sarajevos und hob Vorfälle hervor, wie die Verlegung der Europäischen Rabbinerkonferenz von Sarajevo nach München im Jahr 2025 aufgrund politischen Drucks sowie die öffentliche Unterstützung für Hamas in Sarajevo. Dodik stellte diese Aktionen dem Schritt Banja Lukas gegenüber, die die israelische Handelskammer eröffnet hat, und stellte dies als eine Divergenz in den zivilisatorischen Orientierungen zwischen den beiden Städten dar.

In der Kolumne wurden auch historische Ungerechtigkeiten angesprochen, wobei Dodik die Verbindungen zwischen bosniakischen Strukturen und dem Iran kritisierte. Er erinnerte an die Unterstützung des Irans für die bosniakische Seite während des Bosnienkriegs und dessen aktuelle Unterstützung für Hamas und Hisbollah. Er betonte die Notwendigkeit für die Republik Srpska, ihre Freundschaft mit Israel in konkrete Projekte und Investitionen umzuwandeln, und schlug einen Fokus auf Wissensaustausch und wirtschaftliche Chancen vor.

Dodiks Bemerkungen spiegeln die anhaltenden Spannungen innerhalb von Bosnien und Herzegowina wider, wo unterschiedliche politische und historische Perspektiven weiterhin die inneren und internationalen Beziehungen der Region prägen. Sein Eintreten für engere Beziehungen zu Israel steht im Einklang mit seiner breiteren Erzählung des serbischen Nationalismus und dem Streben nach strategischen Partnerschaften basierend auf gemeinsamen historischen Erfahrungen.

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