Menschenrechtswatch deckt Nordkoreas Zwangsarbeit in globalen Lieferketten auf

Juni 15, 2026

Ein Bericht von Human Rights Watch hebt den umfassenden Einsatz von Zwangsarbeit durch nordkoreanische Arbeiter in globalen Lieferketten hervor, was ernsthafte ethische Bedenken für den internationalen Handel aufwirft. Der Bericht, erstellt von Global Rights Compliance, dokumentiert die harten Bedingungen, mit denen diese Arbeiter konfrontiert sind, die auf staatliche Anweisung ins Ausland geschickt werden. Produkte, die aus ihrer Arbeit stammen, dringen häufig in die westlichen Märkte, einschließlich der Europäischen Union, ein.

Der Bericht zeigt, dass über 100.000 nordkoreanische Arbeiter in etwa 40 Ländern beschäftigt sind, insbesondere in Russland und China. Diese Arbeiter müssen severe Bedingungen ertragen: Pässe werden bei der Ankunft beschlagnahmt, sie arbeiten unter grausamen Bedingungen von 12 bis 16 Stunden am Tag und erhalten minimalen Lohn. Obwohl die nominalen Löhne etwa 800 Dollar pro Monat betragen, können Abzüge durch die nordkoreanische Regierung dazu führen, dass einige Arbeiter nur noch 10 Dollar pro Monat erhalten.

Dieses Zwangsarbeitssystem wird vom nordkoreanischen Staat organisiert und durchgesetzt, und die Gewinne fließen zurück in das Regime. Es generiert jährlich etwa 500 Millionen Dollar für die Regierung, ohne zusätzliche Einnahmen von Arbeitern im Technologiesektor, die ebenfalls strengen Kontrollen unterliegen.

Human Rights Watch äußert Bedenken, dass Produkte, die unter Zwangsarbeit hergestellt werden, in globale Lieferketten gelangen. Eine frühere Untersuchung des Outlaw Ocean Project im Jahr 2024 ergab, dass Meeresfrüchte, die in chinesischen Fabriken unter Verwendung nordkoreanischer Zwangsarbeit verarbeitet wurden, in Lieferketten der USA, Kanadas und Europas eingegangen sind. Besorgniserregend ist, dass einige dieser Produkte Cafeterien im Europäischen Parlament erreicht haben.

Diese Erkenntnisse haben Human Rights Watch dazu veranlasst, die Europäische Kommission zu drängen, Leitlinien und eine Risikodatenbank gemäß der neuen EU-Verordnung zum Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit schnell umzusetzen. Ziel ist es, dieses ausbeuterische System abzubauen und Nordkorea zu Reformen zu drängen.

Diese Offenbarung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem globale Lieferketten einer erhöhten Überprüfung ihrer ethischen Praktiken und Arbeitsrechte ausgesetzt sind. Die Präsenz nordkoreanischer Zwangsarbeit stellt erhebliche Herausforderungen für Unternehmen und Regierungen dar, die sich zu Menschenrechtsstandards bekennen. Sie wirft außerdem Fragen zur Effektivität der aktuellen Maßnahmen auf, um zu verhindern, dass solche Produkte in internationale Märkte gelangen.

Um dieses Problem anzugehen, ist es erforderlich, verletzliche Arbeiter zu schützen und diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die sie ausbeuten. Die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und der Durchsetzung ist entscheidend, um Produkte aus Zwangsarbeit zu identifizieren und zu blockieren. Unternehmen müssen zudem Transparenz und Sorgfalt in ihren Lieferketten gewährleisten.

Der Bericht erinnert uns eindringlich an die andauernden Menschenrechtsverletzungen, die mit Zwangsarbeit verbunden sind, und unterstreicht die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft für entschlossenes Handeln. Während Regionen wie die EU auf strengere Regelungen hinarbeiten, muss der Fokus auf der Umsetzung wirksamer Maßnahmen gegen diese unethischen Praktiken bleiben.

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