Sep. 14, 2026

Serbische Untersuchung findet keine Hinweise auf Schallkanone bei Versammlung in Belgrad

Die Höhere Staatsanwaltschaft in Serbien hat erklärt, dass eine Untersuchung zur angeblichen Verwendung einer Schallkanone während einer öffentlichen Versammlung in Belgrad keine Beweise für den Einsatz eines solchen Geräts erbracht hat. Diese Ankündigung folgt auf Behauptungen von Oppositionspolitikern und Medien, dass etwa 4.000 Menschen aufgrund des mutmaßlichen Einsatzes einer Schallkanone gesundheitliche Probleme erlitten hätten, eine Behauptung, die die Untersuchung nun als erheblich übertrieben einstuft.

Die Untersuchung, die von der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit anderen staatlichen Stellen durchgeführt wurde, ergab, dass nur 38 Personen von den angeblichen 4.000 medizinische Unterlagen vorlegen konnten. Die gemeldeten Gesundheitsbeschwerden waren überwiegend geringfügig und umfassten Fälle von Hämorrhoiden, Menstruationsblutungen und geplatzten Kapillaren, anstatt schwerwiegende Verletzungen wie Trommelfellschäden oder schwere Orientierungsstörungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Behauptungen über weitreichende Gesundheitsprobleme Teil einer psychologischen Operation waren, die darauf abzielte, den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und seine Verwaltung zu diskreditieren.

Die Untersuchung hob auch hervor, dass viele der Beschwerden von Personen gemeldet wurden, die bereits an bestehenden Erkrankungen litten, wie etwa Angstzuständen, und sich bereits in psychiatrischer Behandlung befanden. Der Bericht legt nahe, dass das Narrativ eines Schallkanonenangriffs von Oppositionsfiguren und bestimmten Medien verbreitet wurde, um die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren und die Regierung zu destabilisieren.

Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass, falls tatsächlich eine Schallkanone eingesetzt worden wäre, die Auswirkungen von allen anwesenden Personen bei der Veranstaltung gespürt worden wären, nicht nur von einer ausgewählten Gruppe. Darüber hinaus berichteten auch keine Sicherheitskräfte oder Polizeibeamten vor Ort von gesundheitlichen Problemen, was zu erwarten gewesen wäre, wenn ein solches Gerät in Gebrauch gewesen wäre.

Als Reaktion auf die Ergebnisse der Untersuchung kritisierte die Staatsanwaltschaft die Rolle bestimmter Zivilgesellschaftsorganisationen und Medien bei der Übertreibung der Anzahl angeblicher Opfer. Diese Organisationen hatten zunächst behauptet, dass 3.000 bis 4.000 Menschen betroffen seien, konnten auf Anfrage jedoch nur 34 Personen identifizieren.

Das Ergebnis der Untersuchung wirft Fragen zur Integrität der von Oppositionsgruppen und den Medien geäußerten Ansprüche auf und verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen der serbischen Regierung und ihren Kritikern. Die Erkenntnisse wurden von Unterstützern der Regierung genutzt, um zu argumentieren, dass die Vorwürfe Teil einer umfassenderen Strategie waren, die Führungsstärke von Präsident Vučić zu untergraben.

Während die Untersuchung zu dem Schluss gekommen ist, dass das Narrativ über die Schallkanone unbegründet war, spiegelt der Vorfall das polarisiert politische Klima in Serbien wider, wo Anschuldigungen über Medienmanipulation und politische Manöver nicht selten sind. Der Umgang der Regierung mit der Situation und die anschließende Untersuchung könnten das öffentliche Vertrauen sowohl in die Medien als auch in politische Institutionen in Serbien beeinflussen.

Die Situation hebt die Herausforderungen hervor, vor denen die serbischen Behörden stehen, während sie sich in der komplexen Landschaft politischer Opposition und Mediennarrativen bewegen. Während das Land den nächsten Parlamentswahlen entgegengeht, bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen solche Vorfälle auf die Wählerstimmung und die politische Stabilität haben werden.

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