Serbisches Gericht spricht Vater im Fall des vermissten Kindes frei

Juni 2, 2026

Der Fall der zweijährigen Danka Ilić, die aus ihrem Zuhause in Banjskom polju verschwunden ist, hat eine neue Wendung genommen, nachdem das Viši Sud (Obergericht) in Negotin Radoslav Dragijević von den Vorwürfen der Verbergung der Leiche des Kindes freigesprochen hat. Der Fall, der Serbien mit seinen düsteren Details in den Bann gezogen hat, bleibt ungelöst, da der Verbleib der Leiche weiterhin ein Rätsel ist.

Radoslav Dragijević, der Vater von Dejan Dragijević, der des Mordes beschuldigt wird, wurde zunächst beschuldigt, bei der Verbergung der Leiche geholfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft behauptete, Radoslav habe zusammen mit seinem Sohn versäumt, die Beteiligung von Srđan Janković, einem weiteren Beschuldigten, an dem Verbrechen zu melden. Das Gericht fand jedoch nicht genügend Beweise, um diese Behauptungen zu stützen, was zu Radoslavs Freispruch führte.

Der Fall reicht zurück bis zum 26. März 2024, als Danka Ilić aus ihrem Zuhause in Banjskom polju verschwand. Laut Staatsanwaltschaft haben Janković und Dejan Dragijević das Kind mit ihrem Fahrzeug angefahren, woraufhin sie angeblich beschlossen, das Verbrechen zu verbergen, indem sie die Leiche versteckten. Die Anklage führte detailliert aus, wie Dejan angeblich die Leiche von einer Müllhalde in das Familienhaus brachte, wo er angeblich seinem Vater und Bruder das Verbrechen gestand.

Trotz umfangreicher Ermittlungen wurde die Leiche von Danka Ilić nie gefunden, was den Fall gegen die Beschuldigten kompliziert. Dieses Fehlen physischer Beweise stellt ein erhebliches Hindernis für die Staatsanwaltschaft dar, da die Verteidiger wiederholt die Glaubwürdigkeit der Anklage angefochten haben, ohne die Leiche oder definitive DNA-Beweise, die die Beschuldigten mit dem Verbrechen verbinden, vorlegen zu können.

Der Freispruch von Radoslav Dragijević folgt auf eine Reihe dramatischer Entwicklungen im Fall. Zunächst gestand Dejan Dragijević das Verbrechen, zog jedoch später seine Aussage zurück. Ebenso hat Srđan Janković, der zusammen mit Dejan beschuldigt wird, sich konsequent gegen jede Beteiligung gewehrt und damit die Situation in diesem ohnehin komplexen Fall weiter kompliziert.

Die rechtlichen Verfahren waren von Spannungen und Kontroversen begleitet. Nach den ersten Festnahmen wurde Radoslav zwei Monate lang in Gewahrsam gehalten, bevor er entlassen wurde, um sich von außerhalb des Gewahrsams verteidigen zu können. Seiner Freilassung folgte der Tod seines anderen Sohnes, Dalibor, der während des Polizeigewahrsams an einem Herzinfarkt starb, und damit eine weitere Tragödie in diesem Fall.

Das öffentliche Interesse an dem Fall bleibt hoch, angeheizt durch die grausame Natur des Verbrechens und das anhaltende Rätsel um die verschwundene Leiche. Das serbische Rechtssystem steht unter Druck, den Fall zu lösen, der zu einem Sinnbild für die Herausforderungen geworden ist, Verbrechen ohne physische Beweise zu verfolgen.

Der Freispruch von Radoslav Dragijević markiert nicht das Ende des Rechtsstreits. Die Hauptverdächtigen, Dejan Dragijević und Srđan Janković, sehen sich weiterhin Vorwürfen des Mordes aus niedrigen Beweggründen gegenüber, die zu lebenslangen Freiheitsstrafen führen können, wenn sie verurteilt werden. Es wird erwartet, dass die Staatsanwaltschaft ihre Bemühungen fortsetzt.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert