Sep. 10, 2026

Donaupegel erreichen historische Tiefststände durch Serbiens anhaltende Dürre

Die Wasserstände der Donau in Serbien sinken weiter, was die Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen und der Wasserverfügbarkeit inmitten anhaltender Dürrebedingungen verstärkt. Am Mittwoch lag der Wasserstand in Bezdan bei minus 160 Zentimetern, was eine Fortsetzung der historischen Tiefststände markiert, die im August verzeichnet wurden. Das republikanische Hydrometeorologische Institut (RHMZ) prognostiziert, dass der Wasserstand bis Ende der Woche täglich um einen Zentimeter sinken wird, mit einem leichten Anstieg bis Sonntag auf minus 152 Zentimeter. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Dürre, die Serbien im dritten Jahr in Folge betrifft, und werfen erhebliche Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Wasserverfügbarkeit und der Umweltbedingungen auf.

Hydrologen des RHMZ haben eine hydrologische Warnung herausgegeben, die bis zum 16. September gilt, und den kritischen Zustand der Wasserstände nicht nur in der Donau, sondern auch in anderen Flüssen wie der Save und der Tisa nahe Titel hervorgehoben. Die Warnung gilt auch für Nebenflüsse wie die Kolubara, Jadar, Toplica, Vlasina sowie die Nebenflüsse der West- und Großen Morava und die schwarzen und weißen Timok, wo die Durchflüsse nahe dem biologischen Minimum liegen.

Dejan Vladiković, ein Hydrologe des RHMZ, erklärte, dass die kommende Abkühlung am Wochenende, die Temperaturen um etwa 10 Grad Celsius senken soll, die hydrologischen Bedingungen aufgrund des Fehlens erheblicher Niederschläge nicht signifikant beeinflussen wird. Er wies darauf hin, dass für den nächsten Monat keine Verbesserung des Wasserstandes der Donau prognostiziert wird, obwohl in Slowenien geringfügige Niederschläge erwartet werden, die die Drava und die obere Save leicht beeinflussen könnten, jedoch nicht die Donau.

Meteorologin Ana Vuković Vimić betonte die Notwendigkeit, dass sich die Bedingungen außerhalb Serbiens verbessern müssen, um einen signifikanten Anstieg der Wasserstände zu erreichen. Sie wies darauf hin, dass selbst wenn es flussaufwärts zu Niederschlägen kommt, ein großer Teil davon in den Boden aufgenommen oder verdunstet wird, sodass nur ein Bruchteil zur Oberflächenabfluss beiträgt, der die Donau speist. Vuković Vimić hob die Komplexität hydrologischer Prognosen hervor, die die Geländeeigenschaften und nicht nur atmosphärische Bedingungen berücksichtigen müssen.

Die aktuelle Situation ähnelt der Situation Anfang Juli, mit Wasserständen, die aufgrund unzureichender Niederschläge kritisch niedrig bleiben. Der historische Tiefstand, der Ende August bei minus 168 Zentimetern aufgezeichnet wurde, war der niedrigste seit 1909. Die anhaltende Dürre wurde durch fehlenden Schnee in den Alpen, das Fehlen großer Zyklone und einen allgemeinen Defizit an Niederschlägen seit Mai in Regionen wie Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Serbiens Vojvodina verschärft.

Die ökologischen Auswirkungen dieser sinkenden Wasserstände sind erheblich und betreffen nicht nur die Wasserverfügbarkeit, sondern auch die ökologische Gesundheit des Flusssystems. Die Dürrebedingungen haben zu einem erheblichen Feuchtigkeitsdefizit im Boden geführt, wobei der Juli 2026 die niedrigsten Durchflüsse in der Donau seit 1990 aufwies. Dieser Trend stimmt mit den Prognosen über die zunehmende Häufigkeit extremer hydrologischer Dürren aufgrund des Klimawandels überein.

Die sozioökonomischen Auswirkungen auf Gemeinden, die auf die Donau als Wasserquelle angewiesen sind, sind ebenfalls besorgniserregend, obwohl im aktuellen Bericht keine spezifischen Informationen zu lokalen Auswirkungen oder Regierungsreaktionen bereitgestellt werden. Die anhaltende Dürre und ihre Auswirkungen unterstreichen die dringende Notwendigkeit für nachhaltige Wasserbewirtschaftungslösungen in Serbien, ein Thema, das bereits in früheren Diskussionen angesprochen wurde, angesichts der Schwierigkeiten des Landes mit der Wasserbewirtschaftung und den umfassenderen Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen.

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