Die Staatsanwaltschaft Belgrad hat bestätigt, dass Bürgermeister Aleksandar Šapić freiwillig seine Feuerwaffe in seiner Wohnung nach einem kürzlichen Vorfall, in dem Gewaltvorwürfe vorgebracht wurden, abgegeben hat. Laut einer offiziellen Erklärung der Staatsanwaltschaft wurde die legal besessene Waffe von Šapić gemäß Polizeirecht beschlagnahmt und nicht als Beweismittel eines Verbrechens. Diese Entwicklungen finden im Rahmen einer Vorabermittlung gegen Šapić wegen des Verdachts auf Körperverletzung und gewalttätiges Verhalten gegenüber Tatjana Mićić statt.
Der fragliche Vorfall ereignete sich am 28. September 2026 und beinhaltete eine Konfrontation zwischen Šapić und Mićić, einer Ratsfrau der Bewegung „Kreni-promeni“. Mićić behauptete, Šapić habe sie körperlich angegriffen, was Šapić bestreitet und stattdessen erklärt, dass er Mićić nicht angegriffen habe. Er hat eine Untersuchung gefordert, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Der Zeitverlauf der Ereignisse rund um die Abgabe der Waffe wirft Fragen auf, da es Diskrepanzen zwischen dem offiziellen Polizeibericht und den späteren Feststellungen der Staatsanwaltschaft gibt. Der Polizeibericht der Dienststelle Novi Beograd wies darauf hin, dass Šapić nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit und der erschöpften Verfahren aus der Gewahrsam entlassen wurde und anschließend freiwillig seine Waffe unter Polizeibegleitung in seiner Wohnung abgab. Die Staatsanwaltschaft stellte jedoch Unstimmigkeiten im Zeitablauf der Beschlagnahme der Waffe fest, die nicht mit den Angaben im Polizeibericht übereinstimmten.
Diese Diskrepanzen veranlassten die Staatsanwaltschaft, Polizeibeamte zu kontaktieren, um die veröffentlichten Informationen zu überprüfen und alle relevanten Umstände zu klären. Im Zuge dieses Prozesses wurde der Staatsanwaltschaft ein Foto der Bestätigung über vorübergehend beschlagnahmte Gegenstände zur Verfügung gestellt, das nicht im ursprünglichen Polizeibericht enthalten war. Dieses Foto zeigte, dass der Zeitpunkt der Beschlagnahme der Waffe nicht mit den in dem offiziellen Polizeibericht beschriebenen Ereignissen übereinstimmte, was auf eine mangelnde Konsistenz zwischen den beiden offiziellen Dokumenten hinwies.
Infolge dieser Erkenntnisse hat die Staatsanwaltschaft Belgrad ein separates Verfahren eingeleitet, um zu klären, ob es einen Anlass zur Verdächtigung strafbaren Verhaltens seitens der beteiligten Polizeibeamten gibt. Die Staatsanwaltschaft wird das Innenministerium und die Fachabteilung für interne Kontrolle informieren, um Maßnahmen innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs zu ergreifen.
Der breitere Kontext dieses Vorfalls umfasst anhaltende Bedenken hinsichtlich Gewalt und Fehlverhalten unter politischen Persönlichkeiten in Serbien. Die Einleitung einer Voruntersuchung gegen Šapić spiegelt diese Bedenken wider, da sie Anschuldigungen wegen schwerer Körperverletzung und gewalttätigen Verhaltens beinhaltet. Die Untersuchung soll alle verfügbaren Beweise sammeln und analysieren, um die Umstände rund um den Vorfall zu klären.
Die Situation hat Aufmerksamkeit auf die Zuverlässigkeit von Polizeiberichten und den Umgang mit solchen Vorfällen durch die Strafverfolgung in Serbien gelenkt. Die Diskrepanzen im Zeitablauf der Waffenabgabe und die anschließenden Maßnahmen der Staatsanwaltschaft heben die Notwendigkeit von Transparenz und Genauigkeit in offiziellen Dokumenten hervor. Das Ergebnis der Untersuchung und mögliche rechtliche Verfahren könnten erhebliche Auswirkungen auf Šapićs politische Karriere und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die rechtlichen und Polizeisysteme in Serbien haben.








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