Sep. 19, 2026

Serbischer Journalist bei Wahlveranstaltung in Niš eingeschüchtert

Magdalena Kostić, eine Journalistin des Medien- und Reformzentrums Niš, wurde Berichten zufolge von vier Männern umzingelt und eingeschüchtert, während sie eine Veranstaltung auf einem Markt im Stadtteil Durlan in Niš, Serbien, berichtete. Laut der Unabhängigen Journalistenvereinigung Serbiens (NUNS) forderten die Männer Kostić auf, den öffentlichen Bereich zu verlassen, hinterfragten ihre Identität und den Grund ihres Filmens. Trotz der Vorlage ihrer Presseausweise beschuldigten die Männer sie der Provokation und setzten ihr aggressives Verhalten fort, was dazu führte, dass sie sich unsicher fühlte und ihre journalistischen Pflichten nicht erfüllen konnte.

Der Vorfall ereignete sich, als Kostić über die Wahlkampfaktivitäten auf dem Markt berichtete, wo Stände für die Studentenliste und die Serbische Fortschrittspartei (SNS) eingerichtet waren. Nachdem sie mit Bürgern am Stand der Studentenliste gesprochen hatte, versuchte sie, Interviews am Stand der SNS zu führen, wurde jedoch von den Männern behindert. NUNS hat die Einschüchterung verurteilt und betont, dass solche Handlungen inakzeptabel sind und eine ernsthafte Bedrohung für die Pressefreiheit darstellen, insbesondere während eines Wahlkampfes.

Der Fall wurde der Polizei gemeldet, die die Staatsanwaltschaft informiert hat. NUNS hat die Polizei aufgefordert, die beteiligten Personen schnell zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Die Organisation betont, dass Journalisten das Recht haben, über Themen von öffentlichem Interesse, einschließlich politischer Aktivitäten, ohne Beeinträchtigung oder Einschüchterung zu berichten. Sie haben die politischen Parteien und Teilnehmer am Wahlprozess aufgefordert, ihren Mitgliedern und Unterstützern klar zu kommunizieren, dass der Druck auf Journalisten inakzeptabel ist.

NUNS hat auch die Bedeutung der Medienfreiheit während Wahlkampagnen hervorgehoben, da sie sicherstellt, dass die Bürger rechtzeitig und objektiv informiert werden. Der Verband hat sich verpflichtet, die Handhabung des Falls durch die Behörden zu überwachen und Kostić sowie ihr Medienunternehmen zu unterstützen.

Dieser Vorfall ist Teil eines umfassenderen Kontexts von Herausforderungen für die Pressefreiheit in Serbien, insbesondere während Wahlperioden. Es gab bereits Berichte über Einschüchterung und Belästigung von Journalisten, was Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Medienschaffenden im Land aufwirft. Die Identitäten der an dem jüngsten Vorfall beteiligten Männer wurden nicht bestätigt, was Fragen zur Verantwortlichkeit und zur Reaktion der politischen Parteien auf ihre Haltung zur Pressefreiheit aufwirft.

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