Sep. 18, 2026

Serbien startet POS-Programm 2.0 zur Förderung bargeldloser Zahlungen für kleine Unternehmen

Eine neue Initiative in Serbien, das POS-Programm 2.0, soll kleinen Unternehmen erhebliche Unterstützung bieten, indem es kostenfreien Zugang zu Kartenzahlungsterminals bietet. Dieses Programm zielt darauf ab, die Kapazitäten von 11.000 kleinen Unternehmen zur Annahme bargeldloser Zahlungen zu erhöhen, mit einem insgesamt geschätzten Förderwert von 2,3 Millionen Euro. Förderfähige Teilnehmer sind kleine Unternehmen, Unternehmer, öffentliche Institutionen, landwirtschaftliche Haushalte und Anbieter von Tourismusunterkünften, die im vergangenen Jahr keine Kartenzahlungen akzeptiert haben.

Das Programm bietet Zuschüsse zur Einführung von POS-Terminals ohne Installations- oder Wartungskosten. Zudem wird die Händlergebühr für Visa- und Mastercard-Zahlungen für 12 Monate auf 0,5 % begrenzt. Diese Initiative baut auf dem Erfolg eines vorherigen Zyklus auf, in dem fast 10.000 Unternehmer bargeldlose Zahlungen eingeführt haben, was zu 11,7 Millionen Transaktionen im Wert von 146 Millionen Euro führte.

Das Programm ist Teil der Initiative „Bolji način“, einem regionalen Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Unternehmen Visa und Mastercard, das darauf abzielt, die finanzielle Inklusion zu verbessern und die Schattenwirtschaft einzudämmen. Es wird in Serbien im Rahmen des develoPPP-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit NALED und dem Ministerium für Finanzen umgesetzt. Das Programm wird von zahlreichen Banken, Einrichtungen für elektronische Zahlungsmittel, Zahlungsdienstleistern und Anbietern von POS-Lösungen unterstützt.

Laut Dušan Vasiljević, Direktor für Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen bei NALED, zeigte der vorherige Programmszyklus eine starke Nachfrage nach zugänglichen bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten bei kleinen Händlern. Eine Umfrage von NALED ergab, dass 71 % der kleinen Unternehmen beschlossen haben, Kartenzahlungen einzuführen, um Kundenverluste zu vermeiden. Darüber hinaus berichteten 85 % der Nutzer von einem positiven Einfluss auf ihr Geschäft durch bargeldlose Zahlungen, und 90 % bestätigten eine höhere Kundenzufriedenheit.

Der neue Programmszyklus ermöglicht es den Teilnehmern, den Typ des POS-Terminals auszuwählen, der am besten ihren Bedürfnissen entspricht – sei es eine Aufrüstung eines bestehenden smarten Fiskal-Kassensystems, ein smartes POS, ein klassisches POS, ein softPOS oder Online-Verkäufe auf einer Website. Händler können den Zuschuss jederzeit ohne Zusatzkosten beenden und das POS-Terminal zurückgeben oder das POS unter den im Voraus vereinbarten Bedingungen mit dem gewählten Anbieter nach Ablauf der Förderperiode weiter nutzen.

Die Anmeldungen für das Programm sind über die Website boljinacin.rs sowie bei teilnehmenden Banken und Akquirierern geöffnet. Angesichts der begrenzten Anzahl von verfügbaren Zuschüssen werden kleine Unternehmen ermutigt, sich frühzeitig zu bewerben.

Diese Initiative wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf kleine Unternehmen und die breitere Wirtschaft in Serbien haben, indem sie moderne Geschäftspraktiken fördert und sich an den Verbraucherpräferenzen für bargeldlose Transaktionen orientiert. Allerdings enthält der Artikel keine Informationen zur Finanzierung des Programms oder zur langfristigen Nachhaltigkeit der Zuschüsse. Es könnte auch Ungewissheiten hinsichtlich der Akzeptanz des Programms durch Unternehmen geben, die zuvor keine Kartenzahlungen angenommen haben.

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