In einer bedeutenden Entwicklung für die bevorstehende EXPO 2027 in Belgrad sind 1.500 Wohnungen fertiggestellt worden, was einen entscheidenden Meilenstein in den Vorbereitungen für die internationale Ausstellung darstellt. Miroslav Čučković, der Manager der Stadt Belgrad, kündigte an, dass diese Wohnungen bereit sind, Vertreter der teilnehmenden Länder und deren Familien aufzunehmen. Die Ausstellung, die in Surčin stattfinden wird, gehört zu Serbiens Bestrebungen, sein internationales Profil zu verbessern und globale Investitionen anzuziehen.
Čučković erläuterte, dass die jetzt vollständig eingerichteten Wohnungen in den nächsten Wochen ihre ersten Bewohner begrüßen werden. Dazu gehören Vertreter aus verschiedenen Ländern und deren Unternehmen, die am Aufbau ihrer jeweiligen Stände und Pavillons für die Ausstellung beteiligt sein werden. Einige dieser Vertreter haben bereits ihre Kinder in Schulen in Belgrad eingeschrieben, was auf einen längeren Aufenthalt während der Veranstaltung hinweist.
Neben den Wohnanlagen sind die letzten Arbeiten an acht großen Ausstellungshallen im Gange, deren Fertigstellung voraussichtlich deutlich vor dem Zeitplan erfolgen wird. Ursprünglich für den 1. Dezember vorgesehen, werden diese Hallen jetzt voraussichtlich eineinhalb Monate früher fertig sein. Dieser beschleunigte Zeitrahmen ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Innenausstattung zu beginnen und ihre Ausstellungsräume gut im Voraus vor der Eröffnung der Veranstaltung zu gestalten.
Die serbische Regierung besitzt die Wohnungen und hat noch nicht entschieden, unter welchen Bedingungen sie nach der Ausstellung verkauft werden sollen. Präsident Aleksandar Vučić hat vorgeschlagen, dass diese Wohnungen für mindestens zehn Jahre als Wohnraum erhalten bleiben, um einen Wiederverkauf oder die Nutzung für geschäftliche Zwecke zu verhindern. Diese Initiative zielt darauf ab, dauerhafte Wohnlösungen für 1.500 Familien in Belgrad zu bieten und die Stabilität und Kontinuität der Gemeinschaft zu fördern.
Das Projekt EXPO 2027 geht nicht nur um die Ausstellung selbst, sondern auch um die Schaffung eines nachhaltigen Infrastruktur-Erbes. Čučković betonte die zukünftige Nutzung des Ausstellungsgeländes, das mit dem Schienennetz der Stadt integriert werden soll und als Veranstaltungsort für verschiedene Messen und Events, wie Bau-, Auto- und Energieausstellungen, dienen wird. Der Standort wird auch verbesserte Parkmöglichkeiten bieten, um die Verkehrsprobleme, die früheren Veranstaltungen auf dem aktuellen Belgrader Messegelände zu schaffen, zu entschärfen.
Darüber hinaus ist die Infrastruktur für Heizung und Kühlung am EXPO-Gelände bereit, und das System wird in diesem Winter erstmals in Betrieb genommen. Diese Entwicklung ist Teil eines umfassenderen Plans, um die Funktionalität des Geländes über den Ausstellungszeitraum hinaus sicherzustellen. Zudem werden 29 modulare Strukturen, die für Spiel- und öffentliche Nutzungen vorgesehen sind, nach der Ausstellung abgebaut und in Serbien als Kindergärten, Fitnessstudios oder andere öffentliche Einrichtungen wiederverwendet, wodurch die Vorteile des Projekts weiter ausgedehnt werden.
Während der Abschluss der Wohnungen und Ausstellungshallen ein bedeutender Erfolg ist, bleiben Fragen über die langfristigen Auswirkungen auf den lokalen Wohnungsmarkt und die Infrastruktur. Die Entscheidung der Regierung über den Verkauf und die Zuteilung dieser Wohnungen wird entscheidend sein, um deren Einfluss auf die Gemeinschaft zu bestimmen. Mit dem Näherrücken der EXPO 2027 wird der Fokus wahrscheinlich darauf liegen, wie diese Entwicklungen zur städtischen Landschaft Belgrads und zu Serbiens internationalem Ansehen beitragen.







