Das 64. Viennale-Filmfestival, das vom 22. Oktober bis 3. November 2026 in Wien stattfinden wird, wird das Thema „Monster“ aufgreifen und verwendet einen Wal als zentrales Symbol auf seinem Plakat. Dieses Motiv, so die Festivaldirektorin Eva Sangiorgi, soll einen „weiten Raum für Vorstellungskraft“ öffnen und repräsentiert ein Monster, das nicht als Bedrohung, sondern als „erinnernder Blick, der unseren Blick zurückgibt“ verstanden werden soll. Das Festival wird eine vielfältige Auswahl an Filmen präsentieren, darunter „Everytime“ von Sandra Volner, der auf den Festivals in Cannes und Sarajevo Anerkennung gefunden hat, sowie „Sanjana avantura“ („Das geträumte Abenteuer“) von Valeska Grisebach, der den Großen Preis der Jury in Cannes gewann.
Um jüngere Zuschauer anzusprechen, wird die Viennale ein neues Abonnementmodell für Teilnehmer ab 14 Jahren einführen. Für 20 Euro können junge Festivalbesucher vier Filme an vier Tagen sehen, was darauf abzielt, sie mit verschiedenen filmischen Sprachen und der Atmosphäre des Festivals vertraut zu machen. Sangiorgi hebt die Bedeutung des Films als Werkzeug für soziale Interaktion hervor und betont das Engagement des Festivals zur Förderung des kulturellen Austauschs unter Jugendlichen.
Das historische Funkhaus in der Argentinierstraße wird als zentrales Zentrum des Festivals dienen und Diskussionen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Konzerte und andere Veranstaltungen beherbergen. Dieser Veranstaltungsort wird entscheidend sein, um Interaktionen und kulturellen Austausch während des Festivals zu ermöglichen.
Eine bedeutende Retrospektive wird dem amerikanischen Regisseur Robert Aldrich gewidmet, die fast sein gesamtes Werk in Zusammenarbeit mit dem Wien Museum für Film zeigen wird. Darüber hinaus wird der slowenische Regisseur Vasko Pregelj im Rahmen des Programms „Alpe Adria Underground!“ gewürdigt sowie die libanesische Filmemacherin und Journalistin Jocelyne Saab, deren dokumentarische Arbeiten über den libanesischen Bürgerkrieg auch heute noch relevant sind.
Die Viennale ist für ihre internationale Bedeutung bekannt und hat konsequent verschiedene kulturelle Themen hervorgehoben und vielfältige Filmemacher gefeiert. Das diesjährige Thema „Monster“ soll die Vorstellungskraft anregen, anstatt Angst einzuflößen, und steht im Einklang mit zeitgenössischen gesellschaftlichen Themen und ermutigt das Publikum, unterschiedliche Perspektiven zu erkunden.
Während der Fokus des Festivals auf Jugendeinbindung durch das neue Abonnementmodell innovativ ist, bleibt die Wirkung abzuwarten. Es könnte Herausforderungen geben, um bei allen Zuschauern Anklang zu finden, und Unsicherheiten bestehen bezüglich der Teilnahme internationaler Filmemacher aufgrund potenzieller geopolitischer Spannungen.
Insgesamt verspricht die Viennale 2026 eine dynamische Veranstaltung zu werden, die eine reiche Auswahl an Filmen mit einem umfassenden Programm an Retrospektiven und Diskussionen kombiniert, alles vor dem Hintergrund der historischen Veranstaltungsorte Wiens.







