Zwei EXIT-Festivals, die in diesem Sommer in Montenegro stattfanden, haben nahezu 150.000 Besucher angezogen und markieren einen bedeutenden Meilenstein im Musiktourismus und in der kulturellen Förderung der Region. Die Veranstaltungen, die vom Juli EXIT nach Montenegro am Velika Plaža in Ulcinj bis zum kürzlich abgeschlossenen dreitägigen Sea Dance Festival in Budva stattfanden, präsentierten eine Mischung aus internationalen und lokalen Musiktalenten und zogen Publikum aus über 100 Ländern an. Diese Zusammenarbeit zwischen EXIT und Montenegro unterstreicht das Potenzial des Landes als lebendiges Kulturzentrum auf der internationalen Bühne.
Montenegros Ministerpräsident Milojko Spajić betonte die Bedeutung dieser Festivals, um das Potenzial, die Energie und die Offenheit des Landes gegenüber der Welt zu demonstrieren. „EXIT geht nicht nur darum, ein großes Festival auszurichten. Es ist eine Gelegenheit für Montenegro, sein volles Potenzial, seine Energie und Offenheit zu zeigen – eine Bestätigung, dass wir das Zentrum der Region und eine Bühne sind, die von der ganzen Welt beobachtet wird“, erklärte Spajić nach dem Sea Dance Festival in Budva.
Die Festivals boten Auftritte einiger der gefragtesten globalen Künstler, darunter HUGEL, Charlotte de Witte, Boris Brejcha und Argy, neben der Eurovision-Gewinnerin DARA. Weitere bemerkenswerte Acts waren John Newman mit seiner neuen Live-Show, Enrico Sangiuliano, RPR Soundsystem, Marcel Dettmann und viele andere. Auch eine starke Vertretung der montenegrinischen Musikszene war zu erkennen, mit 122 lokalen Künstlern, die auftraten.
Ein auffälliges Merkmal beider Veranstaltungen war eine monumentale 12 Meter hohe Skulptur mit dem Namen „Ivana“, die nachts mit Licht- und 3D-Mapping-Effekten illuminierte wurde. Diese Skulptur war Ivana Kovačević gewidmet, einem zentralen Mitglied der EXIT-Familie und der verstorbenen Frau des EXIT-Gründers Dušan Kovačević. Ivana verstarb im vergangenen Jahr nach einem schweren Krankheitskampf. Die Skulptur ist ein Tribut an sie und trägt eine breitere Botschaft über Frauen, Mutterschaft, Familie, ewige Liebe und die Bedeutung des Naturschutzes.
Neben der Musik und den kulturellen Darbietungen nahmen die Festivals auch eine humanitäre Mission an. Durch die Initiative „United for Children“ wurde versucht, ein Rehabilitationshaus für Kinder zu unterstützen, die sich von Krebsbehandlungen erholen, sowie ein lokales Tageszentrum für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsherausforderungen. John Newman, der selbst gegen Krebs gekämpft hat, unterstützte diese Initiative mit einem intimen DJ-Set.
In diesem Jahr wurde Montenegro zum zentralen Punkt in der neuen internationalen Phase von EXIT, nachdem die Festivalmarke aufgrund politischer Druckverhältnisse im Zusammenhang mit ihrer Unterstützung für Studentenproteste gezwungen war, Serbien zu verlassen. EXIT, eine führende europäische Festivalmarke und Preisträger des Promoter of the Year Awards bei den European Festival Awards, hat eine internationale Tour durch mehrere europäische Destinationen gestartet, mit Plänen, nach Ägypten weiterzureisen. Dort wird EXIT das Starlight Festival vor den Pyramiden von Gizeh organisieren, was das erste mehrtägige, mehrstufige Festivalformat an diesem ikonischen Ort markiert.
Dušan Kovačević äußerte Zufriedenheit über den Erfolg der internationalen Tour, insbesondere des Sea Dance Festivals in Budva. „Unser Geschäftsmodell im Flug zu verändern, fühlte sich an wie der Austausch eines Flugzeugmotors während des Flugs. Wir sind überaus zufrieden mit dem Fortschritt unserer internationalen Tour bis jetzt. Jedes Festival war ein großer Erfolg, und wir sind Montenegro dankbar, dass es uns in der schwierigsten Zeit unterstützt hat“, sagte Kovačević. Er hob die Gelegenheit hervor, die lokalen Künstlern geboten wurde, ihr Talent einem internationalen Publikum zu präsentieren.
Während EXIT seine globale Reise fortsetzt, bleibt die Auswirkung dieser Festivals auf die lokalen Gemeinschaften und die Wirtschaft Montenegros von Interesse. Während die unmittelbaren kulturellen und wirtschaftlichen Vorteile offensichtlich sind, müssen die langfristigen Auswirkungen auf die kulturelle Landschaft der Region und die Tourismusindustrie noch voll realisiert werden. Die Fähigkeit der Festivals, internationale Aufmerksamkeit und Teilnahme zu gewinnen, unterstreicht Montenegros wachsenden Ruf als Kulturdestination.







