Ein neues Buch vom Al Jazeera Centre for Studies mit dem Titel „Der Kampf der Großmächte im Indo-Pazifik: Die strategische Karte Asiens neu denken“ beschäftigt sich mit den geopolitischen Spannungen, die die Indo-Pazifik-Region prägen, die sich über den Indischen und den Pazifischen Ozean erstreckt. Geschrieben von Abdelkader Dendenne bietet es eine gründliche Analyse der strategischen Änderungen, die große Mächte wie die Vereinigten Staaten, China, Japan, Australien und Indien betreffen.
Der Indo-Pazifik hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere durch Chinas Aufstieg und dessen Einfluss auf die globale und regionale Politik. Das Buch beschreibt, wie sich dieses Konzept von historischen Wurzeln entwickelt hat, um strategische und wirtschaftliche Dimensionen einzuschließen. Chinas Aufstieg stellt die bestehende internationale Ordnung in Frage und zwingt Länder wie die USA und deren Verbündete, ihre strategischen Prioritäten neu zu bewerten.
Dendenne hebt die strategische Divergenz zwischen den Befürwortern des Indo-Pazifik-Konzepts hervor – hauptsächlich die Länder des Quadrilateral Security Dialogue (die USA, Japan, Australien und Indien) – und China, das es als feindlich ansieht. Das Buch erörtert deren Sicherheits- und Wirtschaftstrategien zur Bewältigung laufender Konflikte und betont die entscheidende Rolle der Region in der globalen Sicherheits- und wirtschaftlichen Transformation.
Indiens Aufstieg zu einem bedeutenden Akteur im westlichen Pazifik markiert einen Wechsel von seinem traditionellen Fokus auf den Indischen Ozean. Stärkere Beziehungen zu den USA, Japan und Australien stärken seine Rolle in den regionalen Dynamiken. Die USA haben ihren strategischen Fokus auf den Pazifischen Ozean neu ausgerichtet und ein militärisches Kommando für den Indo-Pazifik eingerichtet, als Antwort auf Chinas Aufstieg.
Australiens Enthusiasmus als führende Mittelmacht ist offensichtlich; es war das erste Land, das das Indo-Pazifik-Konzept in offizielle Strategie-Dokumente einbrachte, um sich mit den Zielen des Quadrilateral Security Dialogue zur Eindämmung Chinas zu alignieren.
China bleibt zentral in den Diskussionen über Indo-Pazifik-Strategien, wobei die Länder des Quadrilateral ihre regionalen Ansprüche in Gebieten wie dem Südchinesischen Meer und Taiwan ablehnen. Diese Spannungen erzeugen eine angespannte Atmosphäre und ein turbulentes Sicherheitsumfeld, da jede Seite versucht, Unterstützung von ASEAN-Ländern, Südkorea und europäischen Nationen zu gewinnen.
Dendenne warnt vor potenziellen Konflikten inmitten dieses prekären Gleichgewichts.





